Honigernte

Die Bienen auf dem ROHA Betriebsgelände haben seit Wochen fleißig Nektar gesammelt und daraus Honig hergestellt. Als die Waben Anfang Juli gut gefüllt und komplett verdeckelt waren, kam endlich der Moment unserer ersten Honigernte.

Das ROHA Imkerteam, bestehend aus Dr. Christine Winter und Dr. Philip Berghöfer, unterstützt von unserer Auszubildenden Ricarda Busch, machte sich dazu gut gelaunt und bei bestem Wetter an die Arbeit. Behutsam und mit ruhigen Bewegungen entnahmen unsere erfahrenen Imker ein Riemchen nach dem anderen und verstauten sie in Transportkisten. Um bei der Honigernte die Bienen nicht in Gefahr zu bringen, wurde einige Tage zuvor die sogenannte Bienenflucht zwischen den Brut- und den Honigraum gesetzt. Diese ist so konzipiert, dass die Bienen zwar vom Honigraum in den Brutraum gelangen, aber nicht wieder zurück. Die wenigen verbliebenen Bienen wurden dann bei der Ernte sanft von den Waben gefegt.

Nachdem alle Riemchen sicher verstaut waren, hieß es zunächst einmal Schleppen, denn süßer Honig hat Gewicht. Nach einigen Metern war die Honigschleuder zum Glück schon erreicht. Bevor sie jedoch zum Einsatz kam, wurden die Waben erst einmal entdeckelt. Dazu kam eine Art Gabel zum Einsatz, mit der das Wachs von den Wabenöffnungen entfernt wurde. Damit es etwas schneller geht, greift der versierte Imker auch gerne zum Heißföhn. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Honig darf nicht zu heiß werden. Nach einer kurzen Einführung übernahm diese Aufgabe unsere Auszubildende und die Imker konzentrierten sich auf das Schleudern. Dabei wurden immer drei Riemchen gleichzeitig in die Schleuder eingesetzt und mit Hilfe einer Handkurbel im Kreis gedreht. Der goldglänzende Honig wurde dabei an die Kesselinnenwand geschleudert, an der er dann hinablief, durch ein Sieb gefiltert und schließlich in einem Gefäß aufgefangen wurde. Der geerntete Honig muss nun noch einige Wochen unter gelegentlichem Rühren ruhen, bevor er in dafür eigens angefertigte ROHA Honiggläser gefüllt wird.

Unsere Bienen haben die geleerten Waben in der Zwischenzeit zurückerhalten und sind schon wieder eifrig bei der Arbeit, um neuen Honig zu produzieren. Diesen dürfen sie ganz für sich behalten, denn sie werden naturnah mit möglichst wenig Zufütterung gehalten. Für den Winter brauchen sie schließlich einen guten Vorrat an nahrhaftem Honig.

  • 04.07.2019